2020 naht. Wie wir uns auf das nächste Jahrzehnt vorbereiten müssen

2020 naht. Wie wir uns auf das nächste Jahrzehnt vorbereiten müssen

Das Jahr 2019 hat begonnen. Das heißt: In nicht mal mehr zwölf Monaten beginnt das neue Jahrzehnt. Es wird das Jahrzehnt, in dem künstliche Intelligenz unsere Geschäftsmodelle wie nie zuvor verändert. Technologien wie Blockchain werden Anwendungsfälle möglich machen, die wir uns heute noch gar nicht vorstellen können. Die LinkedIn-Redakteure Jakob Schulz, Sara Weber und Isabelle Roughol haben Konzernchefs, Autoren, Journalisten und Wissenschaftler gefragt, womit wir uns im Jahr 2019 beschäftigen sollten, damit wir auf das kommende Jahrzehnt vorbereitet sind. Ich will hier nicht alles wiedergeben, lesen Sie gern selbst. Insgesamt sagen sie eine wankende Wirtschaft, eine unsichere Weltordnung und anhaltende Unruhe voraus. Aber auch mehr Fokus darauf, wie wir uns besser um unsere Mitmenschen und um uns selbst kümmern, und beruflich die richtigen Schritte gehen können.

Neben digitalisierter Altenpflege, ernsthaften Bemühungen um den Klimawandel und dem globalen Kampf gegen Armut und Flucht erwarten die Befragten vor allem Veränderungen in unserem Arbeitsleben. Einige davon halte ich für existenziell, andere eher für Nebenschauplätze. Ich teile zum Beispiel die Meinung von Christine Lagarde. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF) sieht in der Automatisierung eine Gefahr für Frauen und fordert mehr Investitionen in deren Aus- und Weiterbildung. Ich sehe hier, gerade für unsere Branche, noch viel Potenzial. Um mehr Frauen für IT-Berufe zu begeistern, müssen wir sie sehr früh ansprechen. Optimalerweise bereits in der Schule. Programme wie „Girls Who Code“ oder „Women Who Code“ sind sehr gute Beispiele dafür, dass Frauen in der IT bereits gut vernetzt sind und es hervorragende Möglichkeiten für junge Frauen in der IT gibt. Ich bloggte auch bereits darüber, welche Maßnahmen ich in diesem Zusammenhang noch für wichtig halte.

Auch Führung wird sich in Zukunft branchen- und funktionsübergreifend verändern. In einer von Digitalisierung geprägten, globalen Arbeitswelt rücken Kooperation und Zusammenarbeit in den Vordergrund. So schreibt Carla Harris, Vice Chairman and Managing Director des Finanzinstituts Morgan Stanley: „Ich schätze, mehr Führungskräfte werden Möglichkeiten der Leadership-Entwicklung oder Anleitungen zur richtigen Mitarbeiterführung suchen, die ihnen erklären, wie sie kooperativer werden, Innovation fördern und Mitarbeitern vermitteln, wie Sie mit Misserfolgen umgehen und innovativ denken. Für Speaker und Ressourcen zu diesem Thema wird künftig wahrscheinlich deutlich mehr Geld ausgegeben“. (Wer hier Bedarf hat: bitte hier entlang). Sie geht davon aus, dass Führungskräfte, die sich an diese Anforderungen nicht anpassen, mit der Zeit gar überflüssig werden. Das korrespondiert mit der Einschätzung der Design Thinking-Expertin Ingrid Gerstbach:

Leben und Digitalisierung

Wenn Roboter in Zukunft immer mehr Jobs übernehmen, bleibt unsere Menschlichkeit. Kreativität und Soft-Skills werden im Berufsleben immer wichtiger. „Wir leben nicht mehr, um zu arbeiten, sondern arbeiten um zu leben.“ Diesen von Ingrid Gerstbach im Beitrag zitierten Satz kennen Sie sicherlich. Die Entwicklungen im Bereich New Work, wie Homeoffice, Co-Working oder Kollaboration, ermöglichen eine gelungene Symbiose von Arbeit und Leben. Über die Chancen und Grenzen, die diese Entwicklung an das Management stellt, habe ich bereits in verschiedenen Blogposts geschrieben, zum Beispiel hier (New Work – Was ist das eigentlich?).

Bildung und Digitalisierung

Ein wichtiges Thema ist laut der Befragten das Thema Bildung und die Möglichkeiten der Digitalisierung. Eine Meinung, die ich nur teilen kann. Die Bundesregierung will Schulen mit fünf Milliarden Euro für Digitaltechnik ausstatten, die Länder wollen sich aber nicht in die Bildungspolitik hineinreden lassen. Um einen kompetenten und sinnvollen Einsatz digitaler Mittel in den Schulen voranzutreiben, braucht es eine Institution, die entsprechende Kompetenzen vermittelt und Konzepte bereitstellt, auf die jede Schule, jeder Lehrer jederzeit bundesweit zugreifen kann, fordert Daniel Bialecki, Geschäftsführer des Lern-Startups Scoyo. Bialecki schlägt einen Thinktank für Bildung vor, der aus Pädagogen, Wissenschaftlern und Experten der Digital- und EdTech-Branche bestehen soll und wirtschaftlich sowie politisch unabhängig agieren kann. Eine gute Idee, die 2019 dringend verfolgt werden sollte. Vielleicht gelingt es dann auch, mehr Mädchen für MINT-Berufe zu begeistern.

Freizeit und Digitalisierung

Die Prognose von Glenn Fogel, CEO von Booking Holdings, dem Mutterkonzern von Booking.com und Open Table, dass wir demnächst alle Urlaub im All machen werden, halte ich dagegen für etwas hergeholt. Wenn ich auch durchaus ein Freund interessanter Reiseziele bin, denke ich, dass wir noch einige Jahre brauchen werden, bis die private Raumfahrt Einzug in die Urlaubsplanung hält.

Sehr viel spannender und realistischer finde ich den wachsenden e-Sports Markt. Die Unternehmensberatung Deloitte geht von jährlichen Einnahmen im e-Sports-Markt von 1,5 Milliarden US-Dollar bis 2020 aus. Sportklubs wie der FC Schalke 04 haben bereits eigene E-Sport-Abteilungen und Konzerne wie McDonald’s oder Audi schichten ihre Sponsoring-Töpfe um. Auf den Trikots der e-Sport-Teams ist schließlich noch sehr viel freie Fläche.

In allen Beiträgen fand ich einen gemeinsamen Konsens. Und zwar den, das Neue kompromisslos voranzutreiben. Die Zukunft liegt letztlich in dem, was wir daraus machen. Viele Trends, wie das (digitale) Vorantreiben von Medizin und Therapie, die zunehmende Abkehr von Social Media, die Entwicklung von Daten als Treibstoff der Wirtschaft und andere, habe ich hier nicht näher besprochen, das sprengt den Rahmen. Aber egal, ob Sie im Bereich Energie, in der Altenpflege, in der Dienstleistung oder Produktion beschäftigt sind: Wer nicht vorwärtsgewandt, neugierig und mutig agiert, wer sich nicht auf die Zukunft freut und daran glaubt, dass wir ihren Herausforderungen Herr werden, wird es schwer haben in den ersten zwanziger dieses Jahrtausends. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.

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