Aus dem Urlaub ins Büro – So gelingt der Übergang entspannt

Aus dem Urlaub ins Büro – So gelingt der Übergang entspannt

Um produktiv zu sein, brauchen wir Pausen. Mal heraus aus dem Alltag, neue Erlebnisse, neue Orte, das macht nicht nur Spaß, sondern sorgt auch dafür, dass unser Gehirn sich erholen und Gelerntes verarbeiten kann. Nur: Oft fühlt sich die Rückkehr gar nicht so an, als hätten wir uns erholt. Der Urlaubs-Rückkehr-Blues schlägt zu, kennen Sie den? Ich hatte das früher regelmäßig. Das Gefühl, dass die Arbeit nach einer Pause mehr geworden ist und dass sich nun alles türmt. Wissenschaftler nennen das übrigens „Post-Holiday-Syndrom“. Dass es dafür einen Namen gibt, zeigt ja schon einmal, dass das sehr verbreitet ist. Inzwischen habe ich gelernt, mir die Erholung aus dem Urlaub zu bewahren und tatsächlich motiviert wieder ans Werk zu gehen. Ich möchte daher ein paar Tipps mit Ihnen teilen.

1.     Vorbereitung

Der wichtigste Punkt findet nicht nach, sondern vor Ihrem Urlaub statt. Ich plane die ersten zwei Tage nach dem Urlaub bereits, bevor ich überhaupt losfahre, und zwar genauer, als meine anderen Arbeitstage. „Mal sehen, was so kommt“ ist kein kluger Ansatz. Minutiös plane ich das erste Meeting, Zeit für E-Mails, Rückübergaben und Zeit für bestimmte Projekte. So empfehlen es auch Arbeitspsychologen. Denn dann kann man sich in Ruhe auf die ersten Aufgaben konzentrieren und muss bei der Tagesplanung nicht ganz von vorn anfangen.

2.     Urlaubsvertretung

Apropos Rückübergabe. Schon vor dem Urlaub sollte geklärt sein, wer welchen Part des laufenden Tagesgeschäfts übernimmt. Besonders gehobene Führungskräfte und Spezialisten klagen oft darüber, dass ihre Aufgaben eben keiner übernehmen kann während ihrer Abwesenheit. Aber das stimmt so nicht. Natürlich kann die Arbeit nicht eins zu eins weitergeführt werden.  Aber einzelne Projekte sowie Telefon und E-Mail-Verkehr können selbstverständlich vorher delegiert werden. Wichtig ist ein gutes Briefing der jeweiligen Vertreter und eine umfassende Information (zum Beispiel in der Abwesenheitsnotiz), wer wofür während Ihrer Abwesenheit Ansprechpartner ist. Eine Abwesenheitsnotiz beispielsweise, in der steht „Ich bearbeite Ihr Anliegen gern nach meinem Urlaub“ führt dazu, dass sich Arbeit auftürmt. Ich nutze, wenn möglich, Abwesenheiten auch, um bestimmte Mitarbeiter in Aufgaben einzuarbeiten und ihnen mehr Verantwortung zu geben. Davon haben beide etwas: Ich bin nach dem Urlaub entlastet und der Kollege konnte sich in einem bestimmten Aufgabenbereich ausprobieren und beweisen. Ein Tipp von mir: Lassen Sie Ihre E-Mails vorsortieren und Spam herauslöschen, wenn möglich.

3.     Langsam starten

Natürlich kann man es sich nicht immer aussuchen. Aber zumindest vornehmen sollte man sich, dass die ersten zwei Tage nach dem Urlaub nicht zu voll und zu stressig werden. Große Projekte haben im Allgemeinen etwas Zeit, bevor sie wieder angegangen werden. Die ersten zwei Tage nach dem Urlaub bieten sich dafür nicht an. Dann ist man zu schnell wieder im operativen „To-do“, anstatt die strategischen und übergeordneten Ideen, die man vielleicht in der Urlaubspause entwickelt hat, in das Projekt zu integrieren. Besser ist es, mit kleineren Aufgaben anzugfangen und viel Zeit für Puffer und Pausen einzuplanen. Damit erhält man sich den wertvollen Abstand, den man im Urlaub gewonnen hat und der es erst ermöglicht, strategisch zu denken und zu handeln.

4.     Vorsätze umsetzen

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber der eben erwähnte Abstand sorgt bei mir auch immer für Vorsätze, mit denen ich aus meinem Urlaub zurückkehre. Missstände sollen angegangen und endlich einmal geändert werden, Ideen für neue Projekte umgesetzt werden. Früher hat mich das oft frustriert, da ich mit diesem Vorsatz aus dem Urlaub zurückkehrte und merkte, dass das nicht so leicht war, wie gedacht. Oft liegt das daran, dass man es aufschiebt. „Erstmal wieder reinkommen“, „Bei der nächsten Gelegenheit einmal ansprechen“, „Ab morgen dann aber wirklich“ – Diese und ähnliche Gedanken sorgen dafür, dass die guten Vorsätze gleich wieder in der Schublade verschwinden und bis zum nächsten Urlaub dort bleiben. Mir hilft es, sofort und ohne Umwege die Dinge zu verändern, die ich mir während des Urlaubs vorgenommen habe. Auch dafür sind Pausen schließlich da. Eine neue Meetingstruktur? Gleich ausprobieren. In der Mittagspause joggen? Machen, nicht daran denken. Einen Mitarbeiter mit einer neuen Aufgabe betrauen? Nicht warten, bis Sie keine Zeit mehr haben, diese an ihn zu delegieren.

5.     Urlaub verlängern

Wenn Sie einen tollen Urlaub an einem bestimmten Ort verbracht haben, kann ein Bildschirmschoner mit einem Urlaubsbild schon Wunder wirken. Ein paar Minuten schwelgen, und schon holen Sie sich Ihre Erholung zurück. Das wird sie nicht davon abhalten, Ihre Arbeit zu erledigen, sondern anspornen und Ihnen Kraft geben. Eine Muschel, eine Eintrittskarte, ein Foto, die Taucher-Urkunde, eine Dekoration – was auch immer Sie in die Stimmung zurückversetzt, nehmen Sie es mit zur Arbeit, dort stiftet es mehr Nutzen als zu Hause im Regal.

6.     Rechtzeitig zurückkehren

Falls Sie zu den Fernreisenden unter meinen Lesern gehören: Kommen Sie rechtzeitig zurück. Ich finde es auch immer wieder verlockend, solche Reisen bis zur letzten Minute auszukosten und so lange wie möglich zu bleiben. Aber es rächt sich regelmäßig. Arbeitspsychologen empfehlen, zwischen Ankunft von einer Reise und Rückkehr an den Arbeitsplatz mindestens zwei Tage verstreichen zu lassen. Ansonsten ist der Kopf nämlich voll mit Rückreisepflichten (Koffer auspacken, einkaufen usw.), der Arbeit an sich und den Urlaubserinnerungen, die noch allzu präsent sind. Auch wenn es auf den ersten Blick, wie ich finde, ein bisschen wie „Urlaubstage-Verschwendung“ aussieht: Ein paar Tage zum Umschalten sollten möglichst drin sein, um in Ruhe anzukommen.

7.     Donnerstags beginnen

Wenn immer es möglich ist, empfehlen Experten die Rückkehr an den Arbeitsplatz an einem Donnerstag. Dann hat man zwei Tage Arbeit und dann wieder ein Wochenende, um endgültig vom Urlaubs- in den Arbeitsmodus zurückzukehren. Mir persönlich gelingt das meistens nicht, aber ich nehme mir vor, es zumindest zu versuchen.

Übrigens: Die beste Methode, das „Post-Holiday-Syndrom“ zu vermeiden, ist Spaß an der Arbeit. Natürlich gelten die Tipps auch dann, aber in eine Arbeit zu finden, die grundsätzlich begeistert und motiviert, ist ungleich einfacher. Für mich persönlich jedenfalls ist das der beste Garant, auch nach tollen Reisen gern zurückzukommen.

PS: Der nächste Urlaub kommt bestimmt. Genießen Sie ihn, aber denken Sie schon vorher ans Wiederkommen!

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Bildquelle: BlueSkyImage / Shutterstock