Happy New Vorsätze!

Happy New Vorsätze!

Tja, die guten Vorsätze. Sie haben doch bestimmt auch welche, oder? Und wissen Sie auch noch, welche Sie letztes Jahr hatten? Und?

Ich habe einmal recherchiert und herausgefunden, dass zu den Top Ten der guten Vorsätze seit mehreren Jahren diese gehören:

  1. Stress vermeiden oder abbauen
  2. mehr Zeit für Familie/Freunde
  3. abnehmen
  4. mehr bewegen/Sport
  5. mehr Zeit für mich selbst
  6. weniger Handy, Computer, Internet
  7. gesünder ernähren
  8. sparsamer sein
  9. weniger fernsehen
  10. weniger Alkohol trinken

Allerdings: Spätestens bis zur Hälfte des Jahres sind fast alle wieder vergessen. Aber woran liegt das? Und wie kann man das vermeiden? Ich habe Ihnen für den Start in das Jahr 2017 einmal ein paar Tipps zusammengestellt, wie Sie Ihre guten Vorsätze besser einhalten können.

Nicht zu viele

Das halte ich für ganz wichtig. Wissen Sie, wie viele gute Vorsätze ich für 2016 hatte? Einen. Das reicht auch, denn viele gute Vorsätze scheitern daran, dass wir uns überfordern. Ein oder zwei bedeuten oft schon eine ganz gehörige Veränderung für unseren Alltag. Wer sich drei, vier oder fünf Dinge vornimmt erwartet viel zu viel von sich. Mit Rauchen aufhören, abnehmen, drei Mal die Woche joggen, Fernseher verkaufen und sieben Bücher auf dem Nachttisch – von null auf hundert in drei Sekunden. Nehmen Sie sich also maximal drei Ziele für 2017 vor, damit werden Sie gut zu tun haben! Als mein bester Freund mit dem Rauchen aufhörte war das ein ganz schön jahresfüllendes Programm, mit Erfolgen und Krisen. Heute ist er seit mehreren Jahren Nichtraucher und nächstes Jahr kommen Diät und Sport dran.

Konkrete Ziele

Tatsächlich hatte ich mir einmal vorgenommen, mehr Sport zu machen. Das ganze Jahr über war ich davon gestresst, denn ich dachte entweder „Das reicht irgendwie noch nicht“ und dann wieder „Nun übertreib‘ es mal nicht“. Am Ende habe ich zwar tatsächlich mehr Sport gemacht, aber ich hätte es entspannter haben können. Vielleicht kennen Sie das Prinzip der SMARTen Ziele aus Ihrem Arbeitsalltag. Demnach sollten Ziele spezifisch, messbar, abgestimmt, realistisch und zeitgebunden sein. Das hilft auch für Ihre persönlichen Ziele, Ihre Vorsätze also. Formulieren Sie genau, was Sie verändern möchten und seien Sie dabei realistisch. 20 kg abnehmen scheint sehr herausfordernd, vielleicht tun es auch erst einmal drei bis fünf Kilo. Und was genau heißt „Mehr Zeit für Familie/Freunde“? Zwei Stunden pro Woche? Welche Freunde und Familienmitglieder? An schwammige und unrealistische Ziele werden Sie sich wahrscheinlich weniger leicht halten, als an konkrete, die Sie auch für machbar halten. Ich selbst hätte mir nur vornehmen müssen, mindestens viermal die Woche 40 Minuten zu joggen und wäre das ganze Jahr über happy gewesen.

Dem Bauchgefühl folgen

Bei so einem persönlichen Thema wie einer dauerhaften Verhaltensänderung empfiehlt es sich, nicht zu lange drauf herum zu denken. Das ist kein akademisches Thema, bei dem man sich am Ende für eine maximal gewichtete Priorität oder ein arithmetisches Mittel aller gewünschten Veränderungen entscheiden muss. Ein guter Vorsatz ist etwas Intuitives, Sie wissen schon, was Sie wollen. Was ist Ihnen also wichtig? Folgen Sie Ihrem ersten Impuls, anstatt lange abzuwägen und große Prioritätenlisten anzufertigen. Und: Falls Ihnen gar nichts einfällt, lassen Sie es doch einfach. Vielleicht ist 2017 das Jahr, in dem alles so bleiben soll, wie es ist.

Mitstreiter suchen

Natürlich wird es Ihnen an der einen oder anderen Stelle schwerfallen, sonst würde der Vorsatz ja gar keiner sein. Dann hilft es, wenn jemand mitmacht, der Sie motiviert und aufbaut. Vielleicht „sündigen“ Sie oder wollen aufgeben oder sind schlicht genervt von der ach so tollen Idee, die Sie am Jahresanfang hatten. Und schließlich hat Ihr Großvater auch geraucht. Der Kollege geht weit nach Ihnen aus dem Büro, der hat auch Familie. So viel sind Sie nun auch wieder nicht online. Welche Rechtfertigung auch immer Sie parat haben: Rufen Sie Ihren Mitstreiter an, damit der Ihnen Mut macht oder die Leviten liest.

Klein anfangen

Wir stellen es uns ja so schön vor, das Sixpack, den Halbmarathon, sieben Bücher auf dem Nachttisch, Ausflüge mit der Familie von A wie Autoscooter bis Z wie Zoo. Aber das schaffen wir nicht. Nehmen Sie sich lieber erst einmal weniger vor und steigern Sie sich, wenn Sie merken, dass es Ihnen leicht fällt. Nichts demotiviert mehr als ein Ziel, das sich als nicht erreichbar erweist.

Eigene Ziele verfolgen

Wissen Sie, wie oft der oben erwähnte Freund schon mit dem Rauchen aufgehört hatte, bevor er es langfristig schaffte? Drei Mal. Das erste Mal hatte seine Frau aufgehört und er dachte sich „Na gut, mach ich halt mit.“ In Wirklichkeit war es natürlich ihr Ziel. Beim zweiten Mal war aus seiner Frau eine dieser Nichtraucherinnen geworden, die besonders – sagen wir – streng mit Rauchern sind. Immer wieder bat sie ihn, doch endlich aufzuhören und irgendwann versuchte er es noch einmal, ihr zuliebe. Bis er heimlich wieder anfing und es dann irgendwann beichtete. Beim dritten Mal gab es einen Schubs vom Arzt beim Check-up. Es sei seiner Gesundheit sicherlich zuträglich, mit dem Rauchen aufzuhören und mehr Sport zu machen. Was natürlich stimmt, aber eben nicht ausreicht, um es zu schaffen, unser innerer Schweinehund ist stur und hört nur auf uns, nicht auf andere! Was immer Sie sich vornehmen für 2017: Überprüfen Sie, ob tatsächlich Sie das wollen, oder Ihr Umfeld.

Zuletzt sei noch an den absoluten Gute-Vorsätze-Killer erinnert: Die Wenn-dann-Verknüpfung, wer mit Excel umgehen kann, kennt die gut. Wenn mein Chef noch einmal, dann. Wenn es wärmer wird, dann. Wenn ich noch ein letztes Mal, dann. Wann wollen Sie anfangen? Richtig, jetzt.

Viel Freude und Erfolg dabei!

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Bildquelle: sacura / Shutterstock