So nutzen Sie Vorbilder für Ihre Karriere

So nutzen Sie Vorbilder für Ihre Karriere

Wer ist Ihr berufliches Vorbild? Ihr Chef? Elon Musk? Ein Elternteil? Ein früherer Vorgesetzter? Gar nicht so leicht zu beantworten, oder? Dabei haben die meisten von uns ein Vorbild. Also eine Person, mit der wir uns identifizieren und deren Verhalten wir bewusst oder unbewusst nachahmen. Dabei orientieren wir uns an unseren eigenen Zielen und Werten. Und klar, wir versprechen uns von unserem Vorbild, dass wir unserem eigenen Erfolg näherkommen. Unerreichbares scheint uns dann erreichbar, Ziele rücken in greifbare Nähe, wir wollen lernen, was sie schon können. Man spricht auch von sozialem Lernen. Daher finde ich es wichtig und hilfreich, ein Vorbild zu haben und vor allem, sich dessen bewusst zu sein.

Bin ich bereit, den Preis zu zahlen?

Aber das Nacheifern von beruflichen Vorbildern kann ganz schön irreführend sein. So zeigt eine Studie der Psychologen Lauren C. Howe und Benoît Monin: Wenn Ärzte – entsprechend ihrer empfundenen Vorbildfunktion – ihre eigene Fitness zu stark zeigen, verschrecken sie damit insbesondere ihre übergewichtigen Patienten. Diese befürchten, geringgeschätzt, für faul oder nicht so perfekt gehalten zu werden. Das zeigt: Vorbilder helfen uns nur dann, wenn sie uns im Grundsatz ähnlich sind. Wer also einer Person nacheifert, sollte sich die Frage stellen: Bin ich bereit, den Preis zu zahlen, den diese Person bezahlt hat? Und: Bin ich dazu überhaupt in der Lage? Ich hatte beispielsweise zu Beginn meiner Karriere einen höher gestellten Kollegen, der äußerst erfolgreich war. Und ja, ich bewunderte ihn für seinen Erfolg. Aber er war nicht mein Vorbild, denn er ging förmlich „über Leichen“. Etwas, was mir im Wesen nicht entsprach und ein Preis, den zu zahlen ich nicht bereit war und bin.

Auch Vorbilder haben Krisen

Und noch etwas gilt es beim Nacheifern von beruflichen Vorbildern zu beachten. Auch sie haben Krisen. Sie sind vielleicht durch harte Zeiten gegangen, in denen sie an sich oder ihrer Umwelt zweifelten. Lassen Sie sich von schillernden Erfolgsgeschichten also nicht blenden.

Orientieren ja, Nacheifern nein

Ich habe auch Menschen getroffen, die sich einem Bild verschrieben haben, das ihnen gar nicht entspricht. Die ein bestimmtes Verhalten nachgeahmt haben, statt zu prüfen, welche Verhaltensweisen zu ihnen passen. Vielleicht haben Sie auch schon einmal so jemanden kennengelernt. Meine Erfahrung ist: Man erkennt diese Menschen recht schnell und mag sie eher selten.

Vorbilder haben und Vorbild sein

Ich schrieb ja eingangs, dass wir uns alle bewusst oder unbewusst Menschen zum Vorbild nehmen. Und damit komme ich zu einem sehr wichtigen Aspekt, nämlich dem, dass Vorgesetzte in vielen Fällen nicht nur Vorbilder haben, sondern selbst eines sind. Gerade als Führungskraft sollte man sich seiner Vorbildfunktion bewusst sein. Und das ist viel mehr, als „Ich mache vor und die anderen machen nach“. Wer selbst Vorbild ist, sollte andere wachsen und sie selbst sein lassen. Daher habe ich im Folgenden noch ein paar Tipps für Sie zusammengefasst, die helfen, diese Rolle auszufüllen:

1. Erkennen Sie Ihre Vorbildfunktion. 

2. Seien Sie authentisch. Schauspielerei wird früher oder später enttarnt.

3. Entdecken Sie Potenziale. Spornen Sie Ihre Kollegen und Mitarbeiter zu Bestleistungen an.

4. Denken Sie voraus. Nur wenn Sie ein klares Ziel verfolgen, sind Ihre Handlungen nachvollziehbar.

5. Teilen Sie Ihr Wissen. Geben Sie Ihr Know-how an andere weiter.

6. Wechseln Sie die Perspektive. Versetzen Sie sich in die Situation Ihres Gegenübers, dann erkennen Sie, warum er handelt, wie er handelt.

7. Setzen Sie die Messlatte hoch.

8. Bedenken Sie das Echo. Behandeln Sie andere nur so, wie Sie selbst behandelt werden möchten. Wenn Sie kritikfähig sind, dürfen Sie auch kritisieren. Wenn nicht, nicht.

9. Respektieren Sie andere. Erkennen Sie andere an und loben Sie starke Leistungen.

10. Seien Sie mutig. Seien Sie Erfolgssucher statt Misserfolgsvermeider.

Bleiben Sie Ihr eigenes Idol

Das ideale Vorbild ist also jemand, den man zwar bewundert, dessen Erfolg jedoch nicht unerreichbar scheint. Der uns im Wesen ähnlich ist und dessen Weg für uns eine Option ist. Und der Dinge tut, die wir lernen können und wollen. Und der uns in unserer Persönlichkeit sein und bleiben lässt. Deshalb: Orientieren Sie sich nur an Ihrem Vorbild, versuchen Sie aber nicht genauso zu werden! Suchen Sie sich einen Fokus, Ziele und bestimmte Verhaltensweisen. Ihr eigenes Idol aber sind immer noch Sie selbst.

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Bildquelle: Jirsak / shutterstock